Gestern war es wieder so weit. Um 18:50 Uhr liefen mal wieder
Die Tierretter von Aiderbichl. Ich finde diese Sendung wichtig und richtig. Aber oftmals kann ich Menschen und wie sie zu Tieren stehen einfach nicht verstehen. Und auch doch wieder ein wenig...
Gestern ging es um Beagles aus einem Tierversuchlabor. Ich habe selber eine Katze und bin froh, wenn es Mittel für Emma gibt, die ihr helfen können. Andererseits bin ich schockiert, über diese Tierversuche. Sicherlich können Medikamente gegen Artenspezifische Krankheiten / Parasieten nur an Vertretern dieser bestimmten Rasse getestet werden. Aber muß das alles so Herzlos sein? Das sind doch
Tiere mit Gefühlen und Bedürfnissen, die da zu Gunsten anderer Rassenvertreter mitunter bis zum Tode gequäld werden. Und als Dank für diese Tiere gibt es nicht mal eine streichelnde Hand oder ein freundliches Wort...
Ich könnte sowas nicht! Ich könnte kein Tier quälen - und seien die Beweggründe noch so edel. So habe ich wohl Verständnis dafür, dass es solche Versuche geben muß, solange es sich um sinnvolle Experimente handelt wie z.B. um die Wirksamkeit und Verträglichkeit bei Medikamenten.
Aber wieviele Tiere werden für die Kosmetikindustrie gequält? Sowas ist doch nun wirklich nicht nötig!
Gestern wurden Hunde und Katzen aus Tierversuchslaboren im Wermelsheimer Tierheim gezeigt. Was sind das doch für arme Geschöpfe! Manche dieser Tiere haben einen so traurigen und in sich gekehrten Blick, dass es mir das Herz zerreißt. Wenn ich könnte wie ich wollte, hätte ich mich gleich gestern Abend noch ins Auto gesetzt und wäre nach Köln gefahren. Denn dort gibt es auch ein Tierheim, das ehemalige Versuchstiere vermittelt.
Ich spreche schon lange davon, einen Hund haben zu wollen. Seit gestern ist eines Sonnenklar: Wenn dieses Vorhaben akut wird, dann wird es Hund aus einem Versuchslabor sein.
Auch wenn diese Tiere in der ersten Zeit ganz sicher nicht einfach sind. Sie kennen ja nichts, rein gar nichts. Keine streichelnde Hand, keine freundlichen Worte - ja nicht einmal frische Luft oder einen Ort ohne Gitterstäbe. Von so einfachen Dingen wie Gras unter den Pfoten gleich ganz zu schweigen.
Diese Bilder von gestern lassen mich nicht mehr los. Und die Augen des Hundes, der jetzt auf Aiderbichl ein neues Zuhause hat, werde ich niemals vergessen. Aber wie kann ein Mensch auch so einen tieftraurigen Blick jemals wieder vergessen?